6 Dez

Weihnachtsbardenbrief 2017

Weihnachtsbardenbrief 2017

Liebe Freunde der Bardenmusik,

Ich wünsche Euch die Kraft und die Zeit einander zu begegnen. In Mitgefühl und Anteilnahme für das Fremde in uns und um uns herum. Im Wissen um die Gnade, das alles seine Zeit hatte und hat und im Respekt vor unserer eigenen gewachsenen und gewordenen Kultur, aus der heraus lebend, wir überhaupt erst die Großzügigkeit bekommen, Anderen und Fremden in Offenheit, Würde und Respekt gegenüber treten zu können.
So hielten es unsere Vorfahren. Und solange sie dies pflegten, waren sie unverwundbar und schufen ständig neue kulturelle Hochlichter, die Nahrung für das ganze Volk und die umliegenden Völker waren.
Wir können stets schneller aufbauen, als dekadente kulturzerstörende Tendenzen je in der Lage sind zu zerstören. Systeme arbeiten langsam und methodisch. Menschen hingegen werden immer unberechenbar, schöpferisch, spontan und unmittelbar handeln, sofern sie zum Menschsein hinstreben und nicht zum personalisierten Maschinenwesen. Genau davon spricht das Lied „ ICH-Sein, womit wir für den deutschen Rock & Pop Preis nominiert wurden, welchen wir am 9. Dezember in der Siegerlandhalle austragen.

Also weg vom Rechner Herr Lachenmayr und raus auf die Straße. Singen, Begegnung, Gespräch – die Weihe-Nächte stehen vor der Tür. Verschwörungstheorie war gestern. Wir sind die Geschworenen, die sich verschwören miteinander für das Gute. Es gibt keine Eliten, die uns beherrschen, wir sind die über unseren eigenen Schweinehund herrschende Elite.

Wir sind so viele !!! Begegnen wir uns. Es gibt noch ein Geheimkonzert in der Jurte am Freitag den 15. Dezember von 19 Uhr bis 22 Uhr. (20 Euro/ ermäßigt 10 Euro).
Wer sich dafür interessiert sendet eine persönliche Mail unter musik@eloasminbarden.de und wenn sie nicht erwidert wird, noch eine zweite Mail und wenn sie wieder nicht erwidert wird einen Anruf unter 07554-2149275 mit kurzer Beschreibung, wer er/sie ist (Rückruf-Telefonnummer) und erhält dann eine Anreise-beschreibung zur Jurte. (Mobiltelefone zuhause lassen) Die Jurte steht bei Pfullendorf – 20 Km von Überlingen entfernt.
Und am Dienstag den 12.12.2017 ist sie dann endlich in den Lädenund in unserem Shop: die neue CD LIEBESLIED & MINNESANG. Im Shop findest Du auch unsere Weihnachtsangebote dazu.
In diesem Sinne – meine Minne….
und Frohe Weihenacht von Herzen
Eloas Mín Barden & Team

 

P.s. wir lassen hier einen Zeitungsausschnitt aus SWZ vom 19. November diesen Jahres sprechen, weil hier ein schöner chronologischer Überblick über unsere Arbeit der letzten fast 20 Jahre gelungen ist.

 

Eloas Mín Barden – zwischen Minnesang und friedvoller Krieger – ein musikalisches Feuerwerk aus fast 20 Jahren Bardensein

(eine biographische Diskographie von Rainer Manner)

 

„………..Eloas Mín Barden & Band, das ist der offizielle Nachfolger der Neuen Barden.
Seit seinem fünfzehnten Lebensjahr nebenher und seit seinem 27. Lebensjahr dann hauptberuflich mit seinen eigenen deutschsprachigen Liedern als Liedermacher in ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz unterwegs, zog Jens Eloas Lachenmayr schon mit Anfang 20 in einen Zirkuswagen um sein eigenes selbstbestimmtes Leben führen zu können.
2001 gründete er zusammen mit Frank Waldvogel Die Neuen Barden.
Die Band hatte starken Folk-Charakter durch irische Flöten, Bouzouki, Duddelsack, Flamenco-Gitarren, Folkgitarren, Perccusion etc. Es entstanden CD`s wie Die Neuen Barden/Lachenmayr & Waldvogel oder Ins Leben hinein.
Zentrales Thema war in dieser Zeit für Lachenmayr & Waldvogel die Verbreitung der Regionalgeld-Idee und den beiden Liedern „Der schlaue Bankier“ und „Freies Geld“ .
Ab 2005 entwickelte sich eine eher Weltmusikalische Variante daraus. Indische Tabla, keltische Harfe, georgische Kniegeige, Ney-Flöten, Didgeridoo, Cajon, Zimbeln und Gong mit mehrstimmigem gemischtem Gesang. Es entstand die CD Himmel & Erde, die in Irland entstand.
Damit gewann die Band zum ersten mal den deutschen Rock & Pop-Preis mit dem 1. Preis in der Sparte Singer-Songwriter mit dem Lied „Heisse Tränen“. In dieser Zeit war Lachenmayr mit seiner Band zwei Jahre intensiv in ganz Deutschland mit dem Thema „gentechnikfreies Deutschland und seinem Bauernlied unterwegs.
2007 dann erneut den 1. Preis mit dem Album Söhne & Töchter der Erde als „bestes deutschsprachiges Nachwuchs-Musiker-Album welches Lachenmayr zusammen mit seinem Produzenten Moritz Freise aufnahm.
Am Höhepunkt dieser Bandformation entstanden zwei Fernseh-Mitschnitte von Arte mit 9 Musikern auf der Bühne beim Fest der Bäume und beim Fest der Träume 2008. Zentral war in dieser Zeit auch das Thema Freies Tibet und es entstanden das „Tibetlied” und die englische Version “Free Tibet“ und wiederholte Begegnungen mit S.H. 14. Dalai Lama. Inspiriert wurde dieses Thema durch Lachenmayrs seit über 20 Jahren temporäre Aufenthalte in einem tibetischen Kloster. Eine Tournee durch Irland zum Teil mit Band und die Aufnahme des Albums „der vergessene Klang“ – Forgotten Sound rundeten die weltmusikalische Phase ab.
Ab 2009 spielte Lachenmayr mit ausgewählten Gastmusikern aus anderen Bands wie Gerhard Schöne Band, Clemens Bittlinger Band, ehemals Konstantin Wecker Band, ehemals Xavier Naidoo Band.
Zusammen mit Jörg Holik, mit dem ihn eine jahrelange Arbeit verband – er hatte das Weltmusik-Ensemble zusammen mit dem Georgier Tamaz Chikadze mit aufbauen geholfen, produzierte Jens Eloas Lachenmayr nun kurz nach dem Tod seiner Mutter das sehr ins  Genre Pop hineinreichende Album ICH-Botschaften – welches zu einem einstweiligen Höhepunkt seines musikalischen Schaffens werden sollte. Mit hochkarätigen Musikern aufgenommen und genauso auch live wiedergegeben, spielte sich die Band wieder in die Herzen der Menschen. Sie wurden für einen deutschlandweiten Popmusik-Preis nominiert und Lachenmayr bekam einen nationalen irischen Musik-Award 2011.
In dieser Zeit betätigte sich Eloas in vielen sozialen Bereichen, gründete zusammen mit einem psychisch kranken Freund einen Sozial-Acker, den sie mit zwei Pferden, Pflug und Egge bewirtschaften. Ziel war es ein Höfchen anzuschaffen, wo Menschen mit seelischen Schwierigkeiten, die aber nicht in die Psychiatrie gehören, einen Ort der Kraft und des Seins zu ermöglichen.

Er veröffentlichte dafür das Benefiz-Album HEILZEIT, mit ausgewählten eigenen Liedern für den inneren Wandel. Lachenmayrs Triebfeder war ganz stark seiner Schwester ein Zuhause und eine Wirkstätte zu geben. Als das Höfchen da war, hatte sich der Freund bereits das Leben genommen und seine Schwester war im Grunde schon in einem zu weit fortgeschrittenen Stadium ihrer Erkrankung, als das er das hätte noch alleine stemmen können. Er versuchte es trotzdem, es ging in die Hose.

Lachenmayr war in dieser Phase permanent in friedenspolitischen Engagement unterwegs, verschenkte 10.000 Alben für den Frieden mit seiner Friedenslieder-CD „Friedvolle Krieger“. Er erkannte, dass er nun den Frieden und die Heilung in sich selbst finden wollte und nicht mehr im Außen.
Lachenmayr löste den Hof daraufhin auf und zog mit seiner Familie, zwei Zirkuswagen und einer mongolischen Jurte, seinen Pferden und Schafen auf ein Waldgrundstück, welches er von einer Bäuerin erhalten hatte.

Nach all den Jahren des sich Verschenkens nach Außen, war das für Lachenmayr ein echtes Heimkommen. Dort in der Abgeschiedenheit, In der Stille des Waldes, ohne Strom und großen Außenkontakten sollte auch das vierte Kind von Lachenmayr zur Welt kommen. In dieser Zeit schrieb er nach einigen Jahren Produktionspause sein Bestseller-Album – sein Album Nummer 10 – sein Meisterwerk: „Die blaue Blume“.
Es ist das “Zurück zu meinen eigenen Wurzeln – Album” sagte er dazu selbst. Er, der in seiner Jugendzeit die Dichter und Denker der Klassik und Romantik verschlungen hatte, der über zehn Jahre in einem Wandervogel-Jugendbund verbrachte und symbolisch nach der blauen Blume suchte, fand sie nun am Wegesrand mitten im Heiligenberger Wald unterhalb einer alten keltischen THING-Stätte.

Nachdem er das Album Die blaue Blume dann veröffentlicht hatte, welches er zusammen mit Moritz Freise und einem Kammerorchester in Berlin eingespielt hatte, kam es dann zu einem Zusammenstoß mit der Brüssel-Bürokratie und  seinen Handlangern aus dem Landratsamt.
Mit Jugendamt, Veterinäramt, Naturschutzbehörde und 10.000 Euro Strafe versuchten die Behörden ihn von seiner Waldwiese zu vertreiben, als sie das Lied „Grund & Boden“ hörten. Lachenmayr hatte mit der Grund & Bodenfrage den Finger auf die Wunde gelegt. Das Lied hatte sein Schicksal intuitiv schon vorausgenommen.

Doch das Leben wollte ihm wohl gerne noch ein Maria & Joseph mit Christkind – Erlebnis ermöglichen, und so wurde er nach zwei Monaten Umherirrens mit den Zirkuswagen und Familie endlich kurz vor Weihnachten und fünf Tage vor Kindsgeburt dann doch noch bei Bauern fündig und bekam Asyl.

So lebt Lachenmayr seit einem Jahr zwischen Tür und Angel: Jurte hier – Zirkuswagen da – Band dort und Musikverlag im Ausland. Doch er ist ganz Barde – nicht von dieser Welt und doch so ganz verwurzelt mit dieser Welt mit allem was den Menschen hier in Europa und insbesondere in Deutschland derzeit in Atem hält.
Und er hat seinen Frieden mit so vielem gefunden, was ihn einst so oft auf die Strasse getrieben hat. Und er ist dankbar geworden. Dankbar für all`die Unterstützung, die er erfahren durfte in einer Zeit, wo er, der Kämpfer sich kampflos ergeben musste.
Im Grunde ist es die Liebe, die mich am Leben hält – sagt er und lässt nochmal schnell ein Liebesliederalbum kurz vor Weihnachten raus und möchte damit Danke sagen  all jenen, die in dieser schweren Zeit nicht den Stab über ihm gebrochen haben, sondern nach wie vor zu ihm stehen. Er ist der Liedermacher zum Anfassen, der sich nicht in einem Elfenbeinturm verschanzt hat, sondern für alle greifbar ist.
Er hat alle seine weit über 150 Lieder selbst durchlebt, durchlitten und erliebt.
Wir wünschen ihm viel Kraft auf seiner weiteren Reise und uns noch viele schöne Konzerte mit ihm. “Es rockt” – sagt er, als er seine neue Band dieses Jahr auf einigen Open Airs vorgestellt hat. Und mit dieser Band wurde Eloas Mín Barden neulich nominiert für den deutschen Rock & Pop Preis. Und diesesmal tatsächlich in der Hauptkategorie Rock. Am 9. Dezember spielen sie vor vielen Tausend Menschen in der Siegerlandhalle in Siegen. Wer dabei sein will bestellt einfach die neue  CD Liebeslied & Minnesang und erhält dafür gratis Eintrittskarten für diesen Event. Wir wünschen viel Glück. …“ (SWZ 19/11/17)

Kommentare
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  • CEN 7. Dezember 2017 at 13:16

    Ihr macht wundervolle Musik! Sie erinnert mich an ein Lied mit dem Titel “Es ist immer zu spät”.
    Ja, auch für mich war es fast zu spät. Ich hatte einem Freund die Hand gereicht und dann zögerte ich – zog sie fast zurück, weil ich nicht glauben konnte, ich sei gemeint.

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